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Tagesdosis gewollter Demokratieverfall?
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Der 3. Oktober 2026 - ein Trauerfall?
Beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in
Bremen erinnert Bundespräsident Steinmeier an die Glücksmomente der
Wiedervereinigung und den gemeinsamen Aufbau. Er warnt vor Extremismus
und gesellschaftlicher Spaltung und warb für Mut, Zusammenhalt und
Erneuerung. Was ihn besorgt, das sind die Wutbürger.
Bereits am
28. September 2026, sagte der Bundespräsident in seiner Rede zum 75.
Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts den folgenden, nachdenklich
stimmenden Satz:
Bundespräsident Steinmeier: Aber vor allem sind da zugleich
jene – ich möchte sagen – Vulgärdemokraten, die unter Berufung auf
demokratische Mehrheiten und den angeblichen Volkswillen für sich
unbeschränkte Macht fordern, die von illiberaler Demokratie reden und
sich von keiner Verfassung und keiner Verfassungsgerichtsbarkeit Grenzen
setzen lassen.
Wer so gut ein Drittel der Wähler
bezeichnet, dem scheint bei seinen Vorstellungen über den notwendigen
Zusammenhalt in einer Demokratie wohl der gesunde Menschenverstand
abhandengekommen zu sein.
Warum?
Allein
das Wort vulgär wirkt nicht nur derb, ordinär und geschmacklos. In der
Kombination von „Vulgärdemokraten“ lässt sich dieses Wort auch als eine
Beleidigung des Volkes verstehen, denn ursprünglich kommt das Wort vom
Lateinischen vulgus, womit das Volk, die breite Masse gemeint ist. Auch
am Tag der Deutschen Einheit spricht der Bundespräsident von Extremisten
und Wutbürgern, vor denen sich unsere Demokratie schützen muss.
Bundeskanzler Friedrich Merz dachte nach seiner
Rede zum Tag der Deutschen Einheit - in der sogar das Wort Nation vorkam
- sicherlich schon an seine Ankunft in Kiew, denn noch in der Nacht zum
4. Oktober befand er sich auf dem Weg nach Volodymyr Oleksandrovytsj
Zelensky, um ihm Waffen und viel Geld zuzusagen, damit er den Kampf
gegen die Russen fortführen kann.
Für
den „polnischen Korridor“ kann und wird keine britische Regierung je die
Knochen eines britischen Grenadiers riskieren.
Austen Chamberlain,
1925
Cchamberlain irrte sich.
Friedrich Merz hat
weder in Kiew noch andersow gesagt, dass für die Ukraine kein deutscher
Soldat und auch keine deutsche Soldatin an der Front sterben wird und
auch keine deutsche Regierung dazu bereit ist, den Blutzoll zu bezahlen,
der von den Ukrainern eingefordert wird, obwohl sich die Ukrainer
mehrheitlich sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden und für die
Ukrainer noch mehr Waffen unweigerlich auch noch mehr Tote bereiten
wird.
Am Tag der Deutschen Einheit wehten auf dem
Boulevard vor der Siegessäule in Berlin auch keine Deutschlandfahne,
dafür wurde in Berlin der Tag der offenen Moscheen gefeiert.
Und nach seiner Rückkehr aus Kiew teilte
Bundeskanzler Friedrich Merz der Öffentlichkeit Folgendes mit:
N-TV.de vom 5.10.2026: Ein
Scheitern der Regierung hätte „unermessliche Folgen“. „Es gibt bei
vielen schon einige Fragen im Hinblick auf die Stabilität der deutschen
Regierung“, sagte Merz in einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen
Präsidenten Volodymyr Oleksandrovytsj Zelensky in Kiew. [...].
Vielleicht ist manch einem auch im Inland nicht hinreichend klar, was es
bedeuten würde, wenn die deutsche Bundesregierung den Aufgaben, vor die
sie gestellt ist, nicht gewachsen wäre“, sagte der CDU-Vorsitzende in
Anspielung auf Debatten um seine Person und Streit in der schwarz-roten
Koalition.“
Link zur Quelle
In Anbetracht dieser Zeilen
spricht viel dafür, dass sich die Bundesrepublik Deutschland in einem
bedauernswerten Zustand befindet und der Tag der Deutschen Einheit
zumindest 2026 durchaus als ein Trauerfall bezeichnet werden kann.
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