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Öl - unverzichtbarer Schmierstoff der Weltwirtschaft
Montag, den 13. Juli 2026
Öl – das ist der Rohstoff, ohne den die Wirtschaft weltweit nicht
funktioniert. Unsere Lebensmittel werden mit:
• Öl angebaut,
• Öl gedüngt, • Öl verpackt und unter Verwendung von • Öl zu
unseren Lebensmittelgeschäften transportiert.
Dieses Öl stammt zu
gut 20 Prozent aus den Förderländern am Persischen Golf, die nur über
die Straße von Hormus zu erreichen sind, was aber zurzeit nicht möglich
ist, weil, aufgrund des wieder begonnenen Krieges zwischen den USA und
dem Iran, diese Lebensader der Weltwirtschaft durch den Iran erneut
gesperrt wurde.
Daran etwas zu ändern, das wird mit militärischen Mitteln wohl kaum
gelingen, ohne die Weltwirtschaft dabei in den Abgrund zu stoßen.
Warum?
Diese Wasserstraße ist nicht nur eine
Engstelle für den Transport von Öl; sie ist schlechthin die Lebensader
der gesamten Weltwirtschaft. Wer diese Straße kontrolliert, kontrolliert
sozusagen die Welt, was für die Weltwirtschaft noch bedrohlicher werden
könnte, wenn auch die Straße von Bab al Mandab gesperrt wird, wenn die
Auseinandersetzungen weiter eskalieren sollten.
Zur
bereits eingetretenen Realität ist Folgendes anzumerken: Die
USA haben die Kontrolle über den freien Öltransport im persischen Golf,
ausgelöst durch den von ihnen begonnenen Krieg - der in den USA
mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt wird - bereits verloren.
Schlimmer noch: Wir erleben das Ende der amerikanischen
Hegemonie im Nahen Osten – und das alles wegen eines rücksichtslosen
Krieges, den Trump von vornherein niemals hätte beginnen dürfen, so,
kurz zusammengefasst, die Position von namhaften US-amerikanischen
Analysten.
Warum?
Dieser Krieg gegen den
Iran ist - so deren Position - ein katastrophales Versagen von
Weitsicht, das den Westen in den wirtschaftlichen Ruin stürzen wird.
Auch die Flucht in die Kriegswirtschaft wird daran nichts ändern, weder
in den USA noch in Europa und auch nicht in Deutschland, denn die
Argumentation des Westens, Russland, China und auch den Iran besiegen zu
können, beruht auf Illusionen, was an drei Beispielen aufgezeigt werden
soll:
Beispiel 1: Die USA fördert zurzeit zwar
sehr viel Rohöl, nicht aber Rohöl von der richtigen Sorte, denn Diesel
und Kerosin lassen sich aus dem in den USA geförderten süßen
Rohöl mit den dort vorhandenen Raffinerieanlagen nicht
produzieren. Für die in den USA vorgehaltenen Raffinerien wird
saures Rohöl aus dem Persischen Golf benötigt, deren noch
vorhandene Reserven in den USA aber in einigen Wochen aufgebraucht sein
werden. Mit katastrophalen Folgen nicht nur für die US-Wirtschaft, denn
es wird schon bald zu entscheiden sein, was aus den noch vorhandenen
Reserven hergestellt werden soll: Kerosin für den Krieg oder Diesel für
den Rest des produzierenden Gewerbes in den USA. Allein an diesem
Beispiel wird deutlich, dass es sich bei der Straße von Hormus um eine
„Waffe“ handelt, die nicht besiegt werden kann.
Beispiel
2: Was die fast aufgebrauchten Restbestände von Patriot-Raketen
und Tomahawks anbelangt, die Deutschland den Amerikanern – so eines der
Ergebnisse des NATO-Gipfels in Ankara im Juli 2026 – abkaufen will, um
sie in Deutschland stationieren zu können, dieses Vorhaben wird sich
wohl ebenfalls als eine Illusion erweisen, denn für den Bau solcher
Waffen werden seltene Erden benötigt, über die nur China im
ausreichenden Maße verfügt und die im Übrigen auch für die Herstellung
von Drohnen benötigt werden.
Kurzum: Wenn die seltenen Erden fehlen, weil China
nicht liefern will, dann wird es auch an Waffen und anderem modernen
Kriegsgerät fehlen, denn ohne seltene Erden im dafür erforderlichen
Umfang lassen sich die benötigten Waffen nicht produzieren. Im Übrigen
dürfte es wohl auch im US-amerikanischen Interesse liegen, zuerst einmal
die eigenen Fehlbestände aufzufüllen.
Beispiel 3:
Während des NATO-Gipfels hat Russland die Hauptstadt der Ukraine mit
Raketen angegriffen, die sozusagen ungehindert ihre Zielorte erreichen
konnten, weil die Luftabwehr gegen diese Raketen keinen Schutz boten.
Anders ausgedrückt: Was die Golfstaaten erfahren
mussten, das dürfte nunmehr wohl auch für die Teilnehmer des
NATO-Gipfels eine tiefgreifende Erfahrung gewesen sein, die wohl zu
weiteren Eskalationen in diesem Krieg führen dürften, wenn im Westen
weiterhin fest daran geglaubt wird, dass Russland bezwungen werden kann,
was eine Vielfalt von Fachleuten, darunter hochrangige pensionierte
Generäle der Bundeswehr aber auch ausgewiesene US-amerikanische
Fachleute für äußerst unwahrscheinlich halten.
Wie lässt sich
diese, von Tag zu Tag unerträglicher werdende Realität ändern?
Wir müssen aufhören, Führern zu vertrauen, die uns aus Dummheit in den
III. Weltkrieg führen, obwohl sie eigentlich wissen müssten, dass die
Kriege - gemeint sind die im Iran und in der Ukraine – nicht zu gewinnen
sind und nur Verlierer haben werden. Auch wenn die Leitmedien in
Deutschland nicht müde werden, zu behaupten, dass es der Ukraine
gelungen ist, die Wende im Krieg herbeizuführen. So viel verbreitete
Zuversicht kennt nur ein Ziel: eigenständiges Denken zu verhindern.
Trotzdem: Sowohl in den USA als auch in Europa und auch
in Deutschland werden beide Kriege mehrheitlich abgelehnt,
einschließlich der Lieferung von Waffen und von viel Geld, das
schuldenfinanziert ist.
Das Wahlvolk scheint aufzuwachen.
Grund dafür
dürfte sein, dass sich zwischenzeitlich die Einsicht verbreitet hat,
niemals darauf zu vertrauen, dass die Regierung dem Wahlvolk die
Wahrheit sagt.
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