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Spiegelsplitterwahrheiten Faschismus – Immigranten und Migranten Mittwoch, den 8. Juli 2026 Das Wort Faschismus wird heute sozusagen reflexartig benutzt, um jeden Andersdenkenden in die Ecke des Bösen zu stellen. Wer heute nicht woke denkt und keine woke Haltung für sich in Anspruch nimmt, ist nicht nur ein Rassist, sondern auch ein Nazi. Heute ist - bis auf die Vielen, die anders denken - Vielfalt angesagt. Wer anders denkt, wird ausgegrenzt. Wo sind sie?
Die Liste faschistischer Ungeheuerlichkeiten ließe sich problemlos erweitern. Das, was heute an den Faschismus erinnert, das sind die faschistischen Methoden der Gutmenschen, die meinen, Andersdenkende zu Parias erklären zu dürfen, sich sogar weigern, mit Andersdenkenden überhaupt zu reden, denn die müssen ja ausgegrenzt werden. Der Faschismus von heute ist ein anderer, als der aus dem vergangenen Jahrhundert. Heute verkleidet sich der Faschismus im Kleid des Antifaschismus. Davon aber will der Antifaschismus nichts wissen, denn er hält sich für den alleinigen Verteidiger „UnsererDemokratie“. Dabei ist dieses Gutmenschentum nicht einmal in der Lage, Immigration von Migration zu unterscheiden, wie das Umberto Eco (1932 bis 2016) wie folgt herausgestellt hat. Umberto Eco: Soweit ich sehe, ist bisher noch keine Phänomenologie der verschiedenen Arten von Migration erstellt worden, aber sicher sind Migrationen etwas anderes als Immigrationen. Immigration haben wir nur, wenn die Immigranten (die aufgrund einer politischen Entscheidung aufgenommen worden sind) in großer Zahl die Lebensweise des Landes, in das sie einwandern, übernehmen. Migration dagegen haben wir, wenn die Ankommenden (die niemand an der Grenze aufhalten kann) die Kultur des Landes tiefgreifend verändern. [...]. Ist es noch möglich, Immigration von Migration zu unterscheiden, wenn der ganze Planet zum Schauplatz sich überkreuzender Wanderbewegungen wird? Ich denke, ja: Immigrationen sind, wie ich schon sagte, politisch kontrollierbar, Migration nicht, sie sind wie Naturgewalten. Umberto Eco. Der ewige Faschismus. Hanser-Verlag 2020, Seite 49/50 Die Frage, die sich heute nicht nur in Deutschland, sondern in Europa stellt, lautet: Wollen wir Immigranten oder wollen wir uns von einer unkontrollierbaren Migration sozusagen überwältigen lassen. Dass es nicht einfach sein wird, sich für die eine oder die andere Alternative zu entscheiden, das dürfte unbestreitbar sein. Mit Nazi-Methoden funktioniert weder die eine noch die andere Alternative. Und was den Faschismus anbelangt? Diesbezüglich kann darauf vertraut werden, dass sich Geschichte, so wie sie gewesen ist, niemals wiederholt. Der Faschismus von heute hat nicht nur ganz andere Ursachen, er sieht auch ganz anders aus. Umberto Eco: Der Ur-Faschismus kann in den unschuldigsten Gewändern daherkommen. Es ist unsere Pflicht, ihn zu entlarven und mit dem Finger auf jede neue Formen zu zeigen - jeden Tag, überall in der Welt. Die Worte von Franklin D. Roosevelts am 4. November 1938 sind es wert, in Erinnerung gerufen zu werden: "Ich wage zu behaupten: wenn die amerikanische Demdokratie aufhört, als lebendige Kraft voranzuschreiten, um Tag und Nacht mit friedlichen Mitteln das Los unserer Bürger zu verbessern, wird der Faschismus in unserem Land an Kraft gewinnen." Umberto Eco. Der ewige Faschismus. Hanser-Verlag 2020, Seite 40 Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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