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Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
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Spiegelsplitterwahrheiten Die Angst der Eliten Freitag, den 3. Juli 2026 Sie haben Angst vor dem Hass, der ihnen entgegenschlagen wird, wenn die Umwelt sich klimabedingt oder als Folge eines Atomkrieges so verändert, dass die Überlebensfrage die einzige Frage ist, die dann noch von Interesse sein wird. Sie haben aber auch Angst vor erschöpften Ressourcen und auch Angst vor Flüchtlingswellen, die die Welt ins Chaos stürzen könnten, womit zu rechnen ist, wenn im Rahmen des Iran-Krieges in den Golfstaaten die dort für das Überleben von Millionen von Menschen erforderlichen Meerwasseraufbereitungsanlagen zerstört würden. Und natürlich haben die Eliten auch Angst vor den unvermeidbaren Grenzen des Wachstums, die zwangsläufig Kriege auslösen werden. In einem Interview,
das Jean Ziegler (1934 - 2026) im Juni 2017 mit der Redaktion der
Nachdenkseiten führte, wird bereits in der Überschrift deutlich, wo die
eigentlichen Ursachen von Kriegen zu suchen sind: Gemeint ist der Dritte Weltkrieg gegen die Armen in dieser Welt, der bereits begonnen hat.
Ziegler: Der Krieg ist das,
was die kannibalische Weltordnung fordert. Insoweit sind alle wohlklingenden Vorhaben, mit denen die Eliten glauben, das mögliche Chaos beherrschen zu können, nicht dazu da, um die Menschheit zu retten, sondern die Eliten kennen eigentlich nur ein Ziel, ihre eigene Haut von Schaden zu bewahren. Selbsterhaltung, das ist das, was ihnen wirklich wichtig ist, selbstverständlich ohne Einschränkungen des bisher Erreichten. Ethische Bedenken stehen einem solchen Projekt bereits dann im Weg und müssen folglich sofort beseitigt werden, wenn das Chaos zu brodeln beginnt. Den Reichen und den Mächtigen, und dazu gehören auch die Tech-Libertaristen, kommt es nicht darauf an, die zu erwartenden Zusammenbrüche zu minimieren. Sie suchen nur nach einem Weg, wie sie selber weiter in Saus und Braus leben können. Deshalb werden diese Eliten alles tun, um den Fortbestand des Kapitalismus und den Fortbestand liberaler Demokratien zu erhalten, denn in liberalen Demokratien lässt sich die Macht so formen, dass sie vorrangig die Interessen der Mächtigen schützt. Wie dem auch immer sei: Eine universelle Fortschrittsidee für die gesamte Menschheit, die lange Zeit proklamiert wurde, ist zwischenzeitlich aufgegeben worden. An deren Stelle ist die Erwartungshaltung getreten, sich sozusagen auf das „Ende der Welt“ vorbereiten zu müssen, deren Zukunft sich die Eliten aber nur so vorstellen können, dass diese Zukunft einer auserwählten Elite dennoch ein Weiterso erlauben wird. Der japanische Professor für Philosophie an der Universität von Tokio, Kohei Saito, hat in seinem neuesten Werk: "Am Ende des Fortschritts", das 2026 publiziert wurde, beschrieben, warum die Perspektive einer universellen Zukunftsvision für die gesamte Menschheit, die lange Zeit von der so genannten Avantgarde gedacht und beschrieben wurde, aufgegeben wurde. Statt kollektiver Wohlstandssteigerung für allle, so Saito, gehe es den einflussreichen Entscheidungsträgern zunehmend um die Sicherung der eigenen Privilegien und um den Machterhalt in einer sich verschlechternden globalen Lage. Elitäre Abkapselung scheint deshalb die einzig mögliche Option für den Selbsterhalt zu sein. Der technologische und gesellschaftliche Fortschritt wird als ein exklusives Projekt betrachtet, das sich auf das Überleben einer auserwählten Gruppe konzentriert, anstatt breiten gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Patti Smith hat diesen Missstand bereits 1987 erkannt. In ihrem Song "People Have the Power" heißt es unter anderem:
I awakened to
the cry
Ich erwachte bei
dem Ruf, Dies sind berühmte Zeilen aus der Hymne „People Have the Power“ der US-amerikanischen Musikerin und Songwriterin Patti Smith. Sie zeigen auch heute noch den Weg auf, was Menschen tun müssen, um nicht in Unfreiheit zu enden. Wenn sie‘s bloß – gemeint sind die Menschen – wüssten. Solch einen Beitrag zur Aufklärung hat der japanische Philosoph Kohei Saitos in seinem Buch „Am Ende des Fortschritts“ geleistet, in dem er aufzeigt, wohin uns der Kapitalismus geführt hat und weiterhin führt, obwohl ein Überleben in den Ruinen des Kapitalismus auch ohne Wachstum um jeden Preis gelingen könnte. Seine Argumentation trägt mit dazu bei, sich bewusst zu machen, dass ein Richtungswechsel erforderlich ist. Dem ist hinzuzufügen, dass das, was wahr ist, nicht oft genug wiederholt werden kann. Kurzum: Wenn sich an dieser Zukunftsvision der Wenigen nichts ändert, wird es zu humanitären Katastrophen kommen, die Millionen von Menschen zur Flucht zwingen wird. Der damit verbundene gesellschaftliche und ökologische Kollaps würde dann wohl auch einen Schlussstrich unter die Friedenszeit setzen, an die wir uns seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges - zumindest im Bereich der heutigen EU - gewöhnt haben. Diese „Normalität“ scheint aber zwischenzeitlich auch dort nicht nur ins Wanken, sondern offen zur Disposition gestellt worden zu sein, denn die Staaten der EU wollen erkannt haben, dass es erforderlich ist, wieder kriegsfähig werden zu müssen, so zumindest die offizielle Denkweise. Und was die Bundesregierung anbelangt? Auch sie ist zur Kriegspartei geworden, denn sie tut wirklich alles, um den Krieg in der Ukraine sowohl mit Waffen als auch mit viel Geld zu unterstützen. Sollte dieses gewollte Zusammenwirken mit der Ukraine nicht aufgegeben, und keine friedensstiftende Lösung gefunden werden können, weil man sie eigentlich gar nicht will, dann werden wir den Beginn einer neuen kriegerischen Epoche im Europa von morgen wohl kaum noch verhindern können. Dass solch eine Zukunftserwartung von der Mehrheit des Wahlvolkes nicht geteilt wird, davon kann ausgegangen werden, was aber weder die politischen und auch die wirtschaftlichen Eliten nicht davon abhalten wird, eine Zukunft zu gestalten, die Armageddon heißen könnte. In der Bibel wird das Wort „Armageddon“ nur ein einziges Mal erwähnt, nämlich im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes. Dort ist Armageddon der Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse. Außerhalb der Theologie ist der Begriff „Armageddon“ zu einer Umschreibung für eine apokalyptische Katastrophe oder gar zu einem Synonym für den Weltuntergang geworden. Und was die Offenbarung des Johannes anbelangt? Die Apokalypse des Johannes ist das letzte und das einzige prophetische Buch des Neuen Testaments. Der Ort der Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse wird dort beschrieben. Zu hoffen bleibt, dass Deutschland nicht zum Armageddon des 21. Jahrhunderts wird.
Offenbarung
des Johannes Die Geister führten die Könige an dem Ort zusammen, der auf Hebräisch Harmagedon (Armageddon) heißt. Und der siebte Engel goss seine Schale über die Luft. Da kam eine laute Stimme aus dem Tempel, die vom Thron her rief: Es ist geschehen. Und es folgten Blitze, Stimmen und Donner; es entstand ein gewaltiges Erdbeben, wie noch keines gewesen war, seitdem es Menschen auf der Erde gibt. Bei einem Atomkrieg mit Russland dürfte die Bundesrepublik Deutschland dieser Ort sein, an dem zu hören sein wird: Es ist geschehen. Das muss verhindert werden. Das Volk hat die Macht dazu. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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