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Spiegelsplitterwahrheiten Propaganda – Fake News oder Lügen Freitag, den 17.4.2026 In seinem Hauptwerk „Jenseits von Gut und Böse“ heißt es im Aphorismus 156 bei Friedrich Nietzsche wie folgt:
Im Einzelnen ist
Wahnsinn selten; aber in Gruppen, Parteien, Nationen und Epochen ist es
die Regel. Unserm stärksten Triebe, dem Tyrannen in uns, unterwirft sich nicht nur unsere Vernunft, sondern auch unser Gewissen. Und wo weder Vernunft noch Gewissen tonangebend sind, dort gedeiht die Propaganda, und mit ihr die Lüge. Entscheiden Sie selbst, welcher Kategorie die folgenden Statements von US-Präsident Donald Trump zuzuordnen sind:
Kurz nach dem Beginn der Blockade der Straße von Hormus heißt es auf der Truth-Social-Plattform des Präsidenten sinngemäß wie folgt:
13. April
2026 Übersetzung: „Warnung: Sollte sich eines dieser Schiffe unserer Blockade auch nur annähern, wird es umgehend eliminiert – mit demselben Tötungssystem, das wir auch gegen Drogenhändler auf See einsetzen.“ – Präsident Donald J. Trump Wie dem auch immer sei: Die Grenzen zwischen Propaganda, Fake News und Lügen sind fließend. Insbesondere in Kriegszeiten, denn in Kriegszeiten wird der Verlauf des Krieges immer so erzählt, wie sich das die gerade kriegsführende Partei wünscht. Anders ausgedrückt: Nur Erfolge werden berichtet. Über den Rest wird geschwiegen. Hauptsache das Wahlvolk glaubt daran, dass der Endsieg kurz bevorsteht. Dass diese Art der Kriegsberichterstattung weder im Vietnamkrieg, noch im Irakkrieg und auch nicht in Afghanistan der Wirklichkeit entsprach, daran erinnern sich heute nur noch wenige. Wie dem auch immer sei. Was bei einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus - durch wen auch immer – zu erwarten ist, das liest sich in einem Artikel auf der Plattform „American Conservative“ vom 15.4.2026 wie folgt: American Conservative: Wenn der Konflikt weitergeht, könnten Millionen von, Afghanen, Irakern, Syrern, Kurden, Libanesen und sogar Inder, die vor Hungersnöten fliehen, die durch Düngemittelmangel verursacht werden, nach Europa auswandern. Und sollte Israel die Spannungen mit der Türkei weiter eskalieren lässt, dann könnte Präsident Recep Tayyip Erdoğan ein Inhaftierungsabkommen mit der EU aufheben und die Flüchtlinge durch den Balkan nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien strömen lassen. Inhaftierungsabkommen: Gemeint ist das sogenannte Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei vom 18. März 2016, offiziell als EU-Türkei-Erklärung bekannt. Es entstand auf dem Höhepunkt der sogenannten Europäische Flüchtlingskrise. Ziel des Abkommens ist es, die irreguläre Migration von der Türkei über die Ägäis nach Griechenland zu reduzieren. Das Abkommen ist politisch weiterhin wichtig, aber auch umstritten. Wie dem auch immer sei: Die Folgen, die durch den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran durch Israel und seiner Schutzmacht, gemeint sind die Vereinigten Staaten von Amerika, in Gang gesetzt wurden, werden alles übrtreffen, was bisher an Analysen im Internet darüber geschrieben wurde. Hier nur ein Beispiel: Auf der
Website Apnews.com vom 16.4.2026 heißt es, dass Europa "vielleicht noch
etwa sechs Wochen Jet-Treibstoff" zur Verfügung steht, sagte der Leiter
der Internationalen Energieagentur am Donnerstag in einem weitreichenden
Interview und warnte vor möglichen Flugausfällen schon "bald".
IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol zeichnete ein ernüchterndes Bild der
globalen Auswirkungen dessen, was er als "die größte Energiekrise, mit
der wir je konfrontiert waren" nannte. Solange wie die Wahrheit verschwiegen wird und Propaganda, Fake News und Lügen das Sagen haben, wird sich die anbahnende weltweite Katastrophe wohl kaum einhegen lassen. Solang Dummheit ruiniert, wird mit Gewalt die Welt regiert. Kaum ein anderer schlauer Spruch kommt der Wirklichkeit von heute näher als dieser. Schon 1919 hatte der französische Premierminister Georges Clemenceau, in Anbetracht der Zerstörungen in Europa gesagt, dass es "viel einfacher sei, Krieg zu führen, als Frieden zu schließen". Dasselbe gilt wohl auch für die Weltwirtschaft: Es ist viel einfacher, eine globale Wirtschaftskrise auszulösen, als mit seinen langfristigen Folgen umzugehen. Die Aussage von Georges Clemenceau, dass es viel einfacher sei, Krieg zu führen als Frieden zu schließen („Il est plus facile de faire la guerre que la paix“), ist ein bekanntes Zitat aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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