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Die unsichtbare Hand wird es schon richten

Mittwoch, den 15. April 2026

Die „unsichtbare Hand des freien Marktes“ ist ein zentraler Begriff aus der Wirtschaftslehre, geprägt von Adam Smith (1723 - 1790). Die „unsichtbare Hand“ beschreibt das Phänomen, dass individuelle Eigeninteressen (z. B. Gewinn erzielen, günstig einkaufen) unbeabsichtigt zum Wohl der gesamten Gesellschaft beitragen.

Die „unsichtbare Hand“ bedeutet somit Wahrnehmung von Eigeninteressen plus Wettbewerb zur Förderung und Steigerung des gesellschaftlichen Nutzens.

Kriege, Sanktionen und Blockaden haben das bisher noch niemals erreicht. Eher das Gegenteil davon.

Die unsichtbare Hand lässt sich aber auch als eine göttliche Kraft verstehen, die sogar von Atheisten als »Energie hinter allem« verstanden und beschrieben wird. Auch die alten Griechen kannten einen »unbewegten Beweger«.

Und der wird es schon richten, oder auch nicht, denn in einem berühmten Interview, dass der deutsche Philosoph Martin Heidegger (1889 - 1976) im Jahr 1966 dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gewährte, sagte der Philosoph:

Martin Heidegger: Nur noch ein Gott kann uns retten.

Wie dem auch immer sei: Wir erleben heute eine auseinanderfallende Welt, deren Werte zumindest in den westlichen Demokratien auf einem Pseudo-Regelwerk aufgebaut sind, das die dort lebenden Gesellschaften und die menschlichen Seelen der Individuen sozusagen aushöhlt, die aber dennoch – vielleicht doch noch rechtzeitig - langsam zu begreifen beginnen, dass „unsere Demokratie“ nicht auf einem tragfähigen Felsen, sondern auf Sand gebaut ist.

Warum?

In einem bemerkenswerten Interview, das Prof. John Marsheimer am 13.4.2026 mit Daniels Davis führte, lässt bereits die Überschrift erkennen, was Prof. John Mearsheimer von der Blockade der Blockade durch die US-Marine in der Straße von Hormus hält:

Die schreckliche Seeblockade in der Straße von Hormus.

Interview im Volltext auf YouTube

Hier nur einige bemerkenswerten Sätze aus diesem Interview:

  • Sollte die Blockade länger andauern, droht eine schwere Rezession oder sogar eine globale Depression vergleichbar mit 1929.

  • Besonders betroffen sind die ostasiatische Länder wie Japan (93 % Ölimporte über Hormus) und Südkorea (45 %).

    Der Kern von Mearsheimers Analyse ist vernichtend:

  • Die Vereinigten Staaten haben den Krieg gegen den Iran strategisch bereits verloren.

  • Keines der vier ursprünglichen Ziele wurde erreicht.

  • Kein Regime-Change im Iran.

  • Keine Zerstörung der ballistischen Raketen.

  • Keine Beendigung des iranischen Nuklearprogramms.

  • Keine Unterbrechung der Unterstützung für Hisbollah, Hamas und Houthi.

  • Stattdessen kontrolliere der Iran nun faktisch die Straße von Hormus – eine Position, die er vor dem Krieg nicht hatte.

Und:

  • Die Iraner stehen heute strategisch besser da als vor dem 27. Februar 2026.

  • Globale Folgen: Der Zerfall der Allianzen ist zu erwarten.

  • Besonders alarmierend sind die Auswirkungen auf die amerikanischen Bündnisse.

  • Trump hat Europa, Japan, Südkorea und die Golfstaaten vor den Kopf gestoßen, indem er sie öffentlich für mangelnde Unterstützung kritisierte.

Mearsheimer warnt: Die USA verlieren die Glaubwürdigkeit als verlässlicher Partner.

So viel angerichtete Dummheit vermag wohl nur noch der unbewegte Beweger zu korrigieren, indem er den Mächtigen – vielleicht sogar im Traum – die Einsicht vermittelt, dass der eingeschlagene Weg kein gutes Ende haben kann, denn Feuer lässt sich nicht mit Benzin löschen.

Wie dem auch immer sei: Um die politischen Führer der USA und nicht nur die, wieder auf den richtigen Weg zu bringen, ist es notwendig, dass die Kriegstreiber endlich wieder ihr Gewissen benutzen und endlich damit anfangen, ernsthafte Seelenforschung in Bezug auf richtig und falsch in Angriff zu nehmen. Dabei werden sie zu der Erkenntnis kommen müssen, dass die Vernichtung fremder Nationen oder Zivilisationen durch ihre eigene Regierung mit Sanktionen, Embargos und Blockaden genauso böse ist wie mit Bomben.

Wie dem auch immer sei: Die entscheidende Frage der nächsten Wochen lautet wohl: Wird Trump den Mut haben, sich von Israel zu lösen, oder wird er aus innenpolitischen Gründen weiter eskalieren und damit die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen?

Über die Notwendigkeit des Loslassens vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu wird in dem Nachrichtenmagazin „The New American“ vom 13.4.2026 wie folgt berichtet:

New American vom 13.4.2026: Während einer Sitzung des israelischen Kabinetts heute gestand der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, dass die Trump-Regierung Netanyahu auf Kurzwahl hat, damit sie ihm „jeden Tag“ über den Irankrieg berichten kann.

Netanjahu: Trump berichtet mir.

Link zur Quelle

Schlusssatz: Es wird wohl vieler unsichtbarer Hände bedürfen, um nicht nur die US-Regierung wieder zur Vernunft zu bringen. Gelingt das nicht, dann dürfte unsere Demokratie dadurch ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden.

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