|
Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
Inhaltsverzeichnis
Spiegelsplitterwahrheiten Willkommen im Theater des Absurden Dienstag, den 14. April 2026 Es war einmal. Gemeint ist die Zeit, in der es noch ehrliche und ethisch gefestigte Menschen gab, die die Welt bevölkerten. Einige von diesen Spezies existierten in einer Zeit vor unserer Zeit sogar auf Regierungsebene. Heute scheinen die letztgenannten Spezies bedauerlicherweise weitgehend verschwunden zu sein, zumindest was diejenigen anbelangt, die einen völkerrechtswidrigen Krieg gewinnen wollen. Gemeint ist der Krieg im Iran. Wie dem auch immer sei: In diesem Krieg wurde die Wahrheit durch Reality-Märchen ersetzt, besser gesagt durch ständig wechselnde und mit anderen Inhalten angereicherte Echtzeit-Märchen des Bösen. Bei diesen Geschichten handelt es sich jedoch um Hirngespinste, die von der Realität ablenken sollen, denn wenn uns die wahre Geschichte des Iran-Krieges von heute erzählt würde, dürfte wohl niemand auf den Gedanken gekommen, diesen Krieg für einen heiligen Krieg zu halten. So aber wird dieser Krieg aus US-amerikanischer und israelitischer Sicht dargestellt. Kurzum: Bei diesem Krieg handelt es sich, so wird uns erzählt, um einen Krieg gegen das Böse. Dies ist aber nicht die einzige Geschichte, die von der Realität ablenken soll, denn derer gibt es viele. Mit anderen Worten: Ein kluger amerikanischer Präsident wäre sicherlich nicht auf die Idee gekommen, gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Rückgängig machen lässt sich diese Fehlentscheidung jedoch nicht mehr. Folglich gibt es nur eine Richtung, die da heißt: neue Reality-Märchen erfinden, wie mit einem erfolgversprechenden Schachzug gegen das Böse, gemeint ist die Seeblockade der Blockade der Straße von Hormes durch den Iran, die sich aber wohl auch schon bald als ein Fehlschlag herausstellen dürfte, obwohl auch die bundesdeutsche Regierung von der Blockade der Blockade begeistert zu sein scheint. Zumindest Norbert Röttgen (CDU) hält die US-Seeblockade der Straße von Hormus für notwendig. Rheinische Post vom 13.4.2026: Für die USA und fast den ganzen Rest der Welt ist es unabdingbar, dass das iranische Regime nicht die Kontrolle über die Straße von Hormus behält. Aber was solls. Wir leben in einer Zeit, in der viele Märchen erfunden werden, die immer schneller ihren Inhalt wechseln und sich auch immer mehr dem Niveau von Computerspielen anpassen, die von Spielern ebenfalls Entscheidungen ohne Nachdenkenmüssen einfordern. Das ist bei Echtzeit-Märchen des Bösen auch swo, denn zu Handeln, ohne vorher nachzudenken, das scheint heute auch auf Regierungsebene normal zu sein. Dass die geplante Blockade der Blockade der Straße von Hormus die internationale Schifffahrt weiter lähmen und die Energiekrise, die die Weltwirtschaft schon jetzt an ihre Grenzen gebracht hat, weiter erschüttern wird, das scheint dem Präsidenten völlig egal zu sein. Es bedarf aber keines Expertenwissens, um zu der Einsicht zu gelangen, dass die Blockade der Blockade der Straße von Hormus nicht nur den Preis für Benzin und Diesel weiter ansteigen lassen wird, was im Übrigen kurz nach Bekanntwerden der Präsidentenanweisung der Fall gewesen ist. Als langfristige Auswirkungen sind sogar höhere Produktionspreise, Inflation, Düngemittelknappheit und auch die sich daraus ergebenden Preissteigerungen von Lebensmitteln sind zu erwarten. Kurzum: Diese Blockade der Blockade, von der US-Präsident Donald Trump weiß, dass sie einige Monate andauern könnte, hat das Potenzial, nicht nur die europäische Politik, sondern die gesamte Weltwirtschaft sozusagen auf den Kopf zu stellen. Auch die USA werden davon nicht ausgeschlossen werden können. Wie dem auch immer sei: Allein Kraftstoffknappheit allein würde ausreichen, um das gesamte System zu stören, denn noch bevor der noch vorhandene Treibstoff vollständig verbraucht ist, würde die Wahrnehmung der Wirklichkeit, nämlich die Tatsache, dass Benzin und Diesel tatsächlich knapp werden könnten, einen Ansturm auf noch vorhandene Restbestände auslösen. Lange Schlangen an Tankstellen würden sich fast sofort bilden, und innerhalb kurzer Zeit würde die Verfügbarkeit so lange schwanken, bis auch der letzte Tropfen aufgebraucht ist. Und dass sich die Folgen der Sperrung der Straße von Hormus bereits heute zeigen, das lässt sich zurzeit schon in Irland und in Frankreich feststellen, denn dort wird bereits das Militär eingesetzt, um die Blockaden wütender LKW-Fahrer aufzulösen, die wohl gerade erst damit begonnen haben, landesweite Blockaden zu organisieren. Wer sich die Videos ansieht, die auf der Website eingesehen werden können, bekommt zumindest eine Vorstellung davon, was Wirklichkeit werden wird, wenn ein von den USA und von Israel völkerrechtswidrig geführter Angriffskrieg nicht möglichst schnell eingehegt und befriedet werden kann. Und was die Durchsetzung der von US-Präsident Donald Trump verfügten Blockade der Blockade durch die US-Marine anbelangt ist festzustellen, dass dieser Befehl wirklich nicht einfach umzusetzen sein wird, zumal die US-Marine nur über sieben Schiffe verfügt, die einen oder mehrere Hubschrauber aufnehmen können, denn Öltanker lassen sich wohl nur aus der Luft unter militärische Kontrolle bringen. Warum? Die Antwort liefert Larry C. Johnson, ein US-amerikanischen Blogger und politischer Kommentator, der über eine langjährige Erfahrung als ehemaliger Analyst der Central Intelligence Agency verfügt, in einer am 13. April 2026 auf der Website Uncutnews.ch veröffentlichten Analyse über ein US-Vorhaben mit dem Titel: „Wird Trumps Anordnung, iranische Häfen zu blockieren, tatsächlich funktionieren?“ Larry C. Johnson: Was wie eine einfache Mission erscheint, wird zum Problem, wenn sich die Tanker 700 Meilen oder mehr von der iranischen Küste entfernt befinden. Ein Schiff zu orten und zu verfolgen, selbst einen großen Tanker, das ist schwierig. Je weiter sich der Tanker von der iranischen Küste entfernt, desto größer wird das Suchgebiet proportional, was es schwieriger macht, ein Ziel zu finden und zu lokalisieren. An anderer Stelle heißt es: Trump hat mit dieser Ankündigung den Eigentümern jener Tanker, die den Persischen Golf [mit Zustimmung des Iran] verlassen dürfen, ausreichend Zeit gegeben, Sicherheitsteams an Bord zu bringen, die mit schultergestützten MANPADS (also tragbaren Luftabwehrsystemen) ausgerüstet sind. Falls einer dieser Tanker unter chinesischer oder japanischer Flagge fährt, könnte jeder Versuch, diese Schiffe zu entern, von diesen Ländern als Kriegshandlung angesehen werden. Ich glaube nicht, dass CENTCOM die Probleme und Gefahren wirklich durchdacht hat, die entstehen werden, wenn dieses Kommando diese Mission tatsächlich durchführt. Übrigens: Der Versuch der US-Marine, Öltanker innerhalb der Reichweite iranischer Drohnen aufzubringen, dürfte für jedes US-Schiff sehr gefährlich sein. Diesbezüglich schmerzhafte Erfahrungen wurden schon gemacht. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
|