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Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
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Spiegelsplitterwahrheiten Mediale Wahrheiten in Zeiten der Lüge Mittwoch, den 18. März 2026 Medien berichten nicht nur über das ungeprüft, was ihnen von Politikern und Agenturen gemeldet wird, Kommentatoren maßen sich sogar an, über Ereignisse zu berichten, deren Zusammenhänge sie wahrscheinlich gar nicht verstehen. Anders ausgedrückt: Um sich als Experte ausgeben zu können reicht oftmals eine Selbstermächtigung aus. Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, auch ich bin bei meiner Suche nach „Wahrheit“ darauf angewiesen, aus der Vielfalt von Quellen diejenigen zu finden, die zumindest bei mir den Eindruck erwecken, glaubwürdig zu sein. Deshalb unterliege auch ich dem Framing vorgetragener Meinungen, denn je öfter behauptet wird, dass es so ist, wie es behauptet wird, dass es so und nicht anders ist, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass diese oftmals gehörten Meinungen sich im Unterbewusstsein als Wahrheiten verfestigen können. Dazu gleich mehr. Zuerst einmal sollen zwei Beispiele vorgestellt werden, die belegen, wie einfach es ist, an etwas zu glauben. Beispiel 1: Der Enthauptungsschlag vom 28. Februar 2026 in Teheran: Nicht nur in den USA, auch hier in Deutschland gingen die Mainstream-Medien davon aus, dass es sich bei diesem „Enthauptungsschlag“ um ein Ereignis handeln würde, das nicht nur ein Unrechtregime sofort beseitigt, also nach getaner Arbeit sofort zu einem schnellen amerikanischen Sieg führen werde. Donald Trump zitierend hieß es in den Medien über seine Einstellung zu diesem Angriff, dass es dabei nur auf seine Moral und sein Verstand ankommen würde und das dies das Einzige sei, was ihn aufhalten könne. Was jedoch zunächst ein schneller und überwältigender amerikanischer Militärsieg zu sein schien, begann sich in den folgenden Tagen wieder alle Erwartungshaltung zu ändern, was sicherlich eine der auffälligsten Umkehrungen in der jüngsten Kriegsführung darstellte. Das änderte aber dennoch nichts an der Tatsache, dass die Ereignisse in den westlichen Leitmedien dennoch weitgehend schöngeredet wurden, denn alles andere als ein amerikanischer Sieg war und ist nicht denkbar. Und völkerrechtlich sei dieser Angirff auch zu rechtfertigen. Oder etwa doch nicht? Beispiel 2: Dieses Beispiel betrifft die für Deutschland zu erwartenden Folgen des Krieges in der Ukraine, die den Außenminister Deutschlands schon vor seiner Ernennung als Außenminister dazu veranlasste, folgende Meldung in den Medien zu platzieren: Bundesverteidigungsminister
Boris Pistorius (SPD): Sind das die Problemlösungen, auf die die Gesellschaften sowohl die in den USA als auch die in Deutschland warten? Ich kann nicht glauben, dass dies tatsächlich dem Mehrheitswillen entspricht. So auch die Ergebnisse von Umfragen. In den USA sind 60 Prozent der Befragten gegen den Krieg im Iran. Wie dem auch immer sei: Diejenigen, die solche Botschaften verbreiten wissen, dass sich unsere Gehirne manipulieren lassen, nicht nur im Hinblick auf zukünftiges Verhalten, sondern auch im Hinblick auf bestehende Einstellungen und Überzeugungen. Aus der Hirnforschung wissen wir nämlich, dass, je öfter wir gleiche Meinungen hören, wir dazu neigen, uns ihnen anzuschließen. Dieser Vorgang ist als Priming bekannt. Dieses Phänomen demonstriert, dass das implizierte und das explizite Gedächtnis nichts miteinander zu tun haben. Selbst wenn Letzteres sich nicht an eine Information erinnert, wirkt die im implizierten Gedächtnis gespeicherte Meinung sofort und beeinflusst ungefragt die Meinung eines jeden Menschen. Nur zur Erinnerung: Im impliziten Gedächtnis sind zum Beispiel Erfahrungen, Fähigkeiten, Gewohnheiten und natürlich auch Überzeugungen gespeichert, die unbewusst abgerufen werden, ohne dass wir aktiv darüber nachdenken müssen. Dadurch unterscheiden sich diese Prozesse im implizierten Gedächtnis von denen, die im expliziten Gedächtnis, dem Langzeitgedächtnis, gespeichert sind, aus dem Fakten, Ereignisse und Erlebnisse bewusst und gewollt abgerufen und auch verbalisiert werden können, also auf bewusstem Wissen beruhen. Eine andere Erscheinungsform des impliziten Gedächtnisses, das uns sozusagen unbewusst mit Meinungen und Einstellungen überflutet, ist das so genannte Phänomen der „Wahrheitsillusion“. Dahinter verbirgt sich eine Kraft, die darauf beruhig, dass wir uns durch Aussagen, die wir häufig gehört haben, eher überzeugen lassen, und zwar unabhängig davon, ob sie wahr oder falsch sind. Unser Gehirn verwechselt halt gern Vertrautheit mit Wahrheit, wodurch selbst bekannte Falschinformationen plausible erscheinen. Diese Wahrheitsillusion verdeutlicht, in welcher potenziellen Gefahr sich Menschen und auch Gesellschaften befinden, die immer wieder denselben religiösen oder politischen Parolen ausgesetzt sind.
Hand aufs
Herz:
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, bevor Sie weiterlesen. Hier meine Antwort: Ich denke dabei an den Iran. An ein Land mit gut 1,6 Millionen Quadratmetern Größe, in dem rund 90 Millionen Menschen leben. Im Vergleich dazu ist die Ukraine mit gut 600 000 Quadratkilometern Größe und in dem 2025 – nach vier Kriegsjahren - nur noch circa 39 Millionen Menschen leben, klein. Dennoch konnte das Land bisher von den Russen immer noch nicht besiegt werden. Zurück zum Iran: Die Elite im Iran ist nicht dumm, denn sie stammt aus einer jahrtausendealten Kultur. Anders ausgedrückt: Die Elite des Iran stammt auch aus einem Staat mit imperialer Erfahrung und einer 2500 Jahre umfassenden Pflege der Kunst der Diplomatie, gepaart mit politischem Geschick. Bei der iranischen Elite handelt es sich somit nicht um ein paar Neulinge aus New York oder aus Washington, die nur ihre Weltsicht kennen, sondern um Personen, die im tiefen Innern begriffen haben, dass es sich bei dem Angriff durch die Israeliten und durch die USA auf den Iran um einen Angriff auf die Existenz dieses Landes handelt. Das wussten sie bereits vor Ausbruch des Krieges und sie wussten auch vor dem Ausbruch des Krieges, dass dieser Krieg unvermeidlich sein und auch hohe Opfer kosten würde, was sich bereits jetzt schon bewahrheitet hat. Sie haben sich deshalb darauf vorbereitet, sehr gut sogar, denn sonst würde Trump nicht so verzweifelt um Unterstützung in Europa ersuchen, um die Straße von Hormus wieder frei zu bekommen, einer Lebensader, an der sozusagen das Wohlergehen der Weltwirtschaft hängt. Auch wenn der Führer des Iran, Modschtaba Khamenei, sich zurzeit schwerverletzt in einem Krankenhaus in Moskau befindet, verfügt dieser neue Führer des Iran dennoch über ein Format, das Donald Trump völlig abgeht. Während Modschtaba Khamenei bereits als 17-Jähriger im Irakkrieg an der Front Kriegserfahrungen machen konnte, zog es Trump vor, an diesem Krieg nicht teilzunehmen. Anders ausgedrückt: Modschtaba Khamenei ist im Gegensatz zu Donald Trump kein Drückeberger. Zurück zur Verteidigungsfähigkeit des Iran: Die Kultur dieses Landes und die Solidarität des Volkes mit dem Mullah-Regime, das im Anschluss auf den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran in Massen auf die Straße ging, um ihre Solidarität zu bekunden, lassen die Aussage zu, dass sich der Iran verteidigen kann und auch verteidigen wird, obwohl die Zerstörungskraft der Angreifer überwältigend ist. Dennoch: Amerikanische Analysten werden nicht müde, darauf hinzuweisen, dass ein Land in der Größenordnung des Irans, aus der Luft nicht besiegt werden kann. Das weiß die Führung des Irans natürlich auch. Sie weiß auch, dass Teheran und auch andere Großstädte - genauso wie das in Gaza der Fall gewesen ist - sozusagen dem Erdboden gleich gemacht werden können. Trotzdem: Bei dem Iran handelt es sich um eine Macht mittlerer Größe, äußerst gut bewaffnet und seit 47 Jahren dazu in der Lage, den Sanktionen zu widerstehen, die gegen den Iran verhängt wurden. Mit einer hochgebildeten Bevölkerung, hervorragenden Universitäten und einem sehr hohen Niveau an Spitzenwissenschaftlern und Ingenieuren kann sogar damit gerechnet werden, dass dieses Land jetzt, nachdem die Fatwa von Ajatollah Khamenai, der am 28. Februar 2026 durch den Bombenangriff getötet wurde, gegenstandslos geworden ist und als Folge davon wohl binnen weniger Wochen damit zu rechnen sein wird, dass der Iran zumindest über gebrauchsfähige Atombomben verfügen könnte. Anders ausgedrückt: Beim Iran handelt es sich um einen zivilisierten Staat, einem ehemaligen Imperium, das einst sogar zu den mächtigsten in der Menschheitsgeschichte gehörte. Solch einen Staat zu beseitigen, das dürfte sehr schwer werden, und wenn es dennoch gelingen sollte, dann wird das Regime des Iran sicherlich nicht alleine untergehen wollen. Allein die Vorstellung, dass der Iran die Infrastruktur der Staaten zerstört, die von dem Regime als US-Vasallen angesehen werden, weil dort US-amerikanische Militärstützpunkte unterhalten werden, würde eine weltweite Katastrophe auslösen. Mit brennenden Ölfeldern wird man wohl noch leben können, nicht aber mit zerstörten Entsalzungsanlagen, denn die Zerstörung dieser Anlagen würde in den angrenzenden Wüstenstaaten, die zum Überleben auf das aus dem Meer gewonnene Trinkwasser angewiesen sind, Flüchtlingsströme von Millionen von Menschen auslösen, die sonst – ohne Trinkwasser – in Wüstenregionen binnen 4 Tagen verdursten würden. Nur ein Beispiel: Riad ist eine Stadt von gut 7 Millionen Menschen, die fast ausschließlich mit Trinkwasser versorgt werden, das aus dem Meer gewonnen wird. Würden diese Trinkwassergewinnungsanlagen zerstört, wozu der Iran in der Lage ist, müssten 7 Millionen Menschen umgehend fliehen, um nicht zu verdursten. Wenn auch die Wassergewinnungsanlagen in den anderen Wüstenstaaten zerstört würden, wäre mit einer Völkerwanderung zu rechnen. Darüber ist aber in den deutschen Leitmedien nur wenig zu finden. Dennoch scheint zumindest heute noch, im Hinblick auf die Einbindung der Bundeswehr in den oben nur kurz geschilderten Konflikt um die Straße von Hormus die Position Bestand zu haben, dass es sich bei diesem Konflikt nicht um einen deutschen Konflikt handelt, obwohl bereits unmittelbar an diese Nachricht sich Stimmen aus der CDU meldeten, dass es sich bei der Befreiung der Straße von Hormus auch um eine deutsche Angelegenheit handeln würde.
Übrigens: Dponald Trump soll einen totalen Wutanfall
bekommen haben, als ihm gesagt wurde, dass er von den anderen Kindern
(gemeint sind die EU-Staaten) keine Hilfe im Kampf gegen den Iran
bekommen kann. Im Anschluss daran heißt es, seine Reaktion beteffend:
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