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Gute Führer braucht der Westen ...

... denn dort regieren nicht die Besten.

Mittwoch, den 11. März 2026

Damit ist eigentlich schon alles gesagt, oder etwa nicht?

Solch eine kurze Antwort wäre jedoch nichtssagend, genauso nichtssagend wie die Slogans und Propagandaerklärungen, mit denen die Führer der westlichen Staaten meinen, verhindern zu können, dass sich die Gesellschaften des Westens spalten, in Gläubige und in Andersdenkende.

Weitaus zielführender wäre es, darüber nachzudenken und sich auch öffentlich darüber auszutauschen, welche Ursachen solch eine Spaltung ermöglichen.

Also:

Worauf ist diese Spaltung zurückzuführen?

Es ist ein unglücklicher Teil unserer gegenwärtigen Realität, dass wir uns nicht mehr auf eine ehrliche „öffentliche Debatte“ einlassen. Das haben wir schon sehr lange nicht mehr gemacht. Und wenn wir ehrlich sind, dann stellt sich das, was wir für echte Informationen halten, bei näherer Betrachtung oftmals eher als Fehlinformationen heraus, die keinem rationalen Argument standhalten würden. Solch ein Austausch ist aber nicht gewollt,  denn rationale Argumente könnten ja zur Delegitimierung des Staates und seiner Organe beitragen.

Anders ausgedrückt: Alles, was heute der Political Correctness nicht entspricht, hat entweder rechts, rassistisch, faschistisch oder nazistisch zu sein. Solche Etikettierungen dürften aber bei näherer Betrachtung wohl kaum - von Ausnahmen einmal abgesehen - als Fakten bewiesen werden können.

Dennoch: Alle diese Fehlinformationen werden einfach als unbestreitbare „Fakten“ dargestellt, die nicht in Frage gestellt werden dürfen, so dass jeder, der diese Fakten hinterfragt, ein rassistischer, faschistischer Nazi sein muss. Rationale Argumente gibt es nicht mehr, denn an deren Stelle hat heute die Selbstzensur zu treten, die nur eines kann: kreisförmiges Denken und leere Tautologie zu produzieren.

Natürlich verdienen wir mehr als Parolen, Propaganda und Meme. Wir verdienen bürgerliche Führer, die in nachvollziehbaren Sätzen sprechen können und Wege aufzeigen, wie die Zukunft friedlich gestaltet werden kann und die ihren Worten dann auch wirklich Taten folgen lassen.

Kurzum: Wir verdienen einfach eine neue Generation von Führern, die dazu in der Lage ist, mit Weisheit, Mut, Klugheit und mit dem gebotenen Respekt vor anderen Meinungen, ein demokratisches Zusammenleben zu ermöglichen.

Diese Tugenden, die noch durch die Tugend der Demut zu ergänzen ist, sind heute jedoch kaum noch im politischen Alltag anzutreffen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich bei diesen Tugenden um die Erfolgsrezepte des Westens handelt und wer die abschaffen will, weil sie nicht mehr zeitgemäß erscheinen, der schafft auch den Westen ab.

Dummheit hat Folgen.

Hier nur ein Beispiel.

Der ehemalige iranische oberste Führer Ayatollah Khamenei war aus tiefster religiöser Geisteshaltung davon überzeugt, dass Atomwaffen den schiitischen Glauben verletzten. Deshalb verhinderte er durch eine Fatwa die Entwicklung solcher Waffen. Nach seinem Tod wird das wohl anders sein.

Darüber nachzudenken, das lohnt sich.

Warum?

Genau diesen Mann und einen Großteil seiner Familie ließ Donald Trump töten, obwohl dessen Lebenswerk aus tiefster religiöser Überzeugung darin bestand, Atomwaffen zu bannen.

Solch eine Führungsleistung als weise, klug oder vorausschauend zu bezeichnen, fällt wirklich schwer.

Warum?

Das Kriegsfieber, das der US-Präsident in Zusammenarbeit mit Israel am 28. Februar 2026 ausgelöst hat, wird wohl so schnell nicht wieder zu löschen sein.

Nach der hier vertretenen Sicht der Dinge wird diese Fehlleistung von Donald Trump möglicherweise sogar dazu führen, dass er bald nicht mehr im Amt sein wird, auch, oder gerade weil er behauptet hat, von Jesus selbst gesalbt worden zu sein, das Signalfeuer im Iran anzünden zu müssen, um Armageddon Wirklichkeit werden zu lassen.

Armageddon (auch Harmagedon) bezeichnet den biblischen Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse. Den natürlich die USA gewinnen werden, denn die Amerikaner sind ja die Guten.

Auf der US-amerikanischen Website „Middle East Eye“ vom 17. Februar 2026 hieß es bereits unter der Überschrift: "In God We Trust (Gott, dem wir vertrauen): Trumps christliche Republik setzt Kreuzfahrer-Sache fort", wie folgt:

Trump erklärte: „Wir werden Amerika als eine Nation unter Gott umwidmen“ und bestand darauf, dass die Rechte der Amerikaner von Gott verliehen werden. „Wir sind mit unseren heiligen Rechten auf Leben, Freiheit nicht von der Regierung ausgestattet worden, sondern von Gott dem Allmächtigen selbst“, sagte er.

Link zur Quelle

So weit sind wir in Europa noch nicht, obwohl auch dort ein fast schon religiös zu nennender Glaube daran, das Böse in der Welt bekämpfen zu müssen, sich in den Köpfen der politischen Elite festgesetzt zu haben scheint.

Anders zumindest lassen sich die Bemühungen der EU, unterstützt durch die der Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und England kaum verstehen, den Krieg in der Ukraine um jeden Preis fortsetzen zu wollen, denn der Urankrieg, so ihre Vorstellung, muss gewonnen werden, denn das Böse hat in Europa keinen Platz.

Dieses Böse rechtfertigt es, den Schurkenstaat Russland nicht nur zu sanktionieren, sondern das auszurottende Böse auch dadurch zu bekämpfen, dass die Ukraine sowohl finanziell als auch durch Waffenlieferungen dem Bösen Paroli bieten kann.

Wie dem auch immer sei: Religiös werden diese Unterstützungen zurzeit noch nicht begründet, denn die säkulare EU ersetzt das Wort Gott einfach durch das Wort Ideologie, deren Sichtweise es den Guten ja auch erlaubt, sich von den Ungläubigen unterscheiden zu können, die nicht daran glauben wollen, dass wir im Westen die Guten und wirklich nur die Russen im Osten die Bösen sind.

Solch ein Weltbild entspricht nicht der Wirklichkeit.

Deshalb: Neue Führer braucht der Westen, Führer, die dazu in der Lage sind, sowohl die Entstehung von Konflikten als auch deren Einhegung für alle Konfliktparteien gesichtswahrend in die Wege zu leiten. Das Zauberwort, das dieses Potential zur Anwendung kommen lässt heißt: Diplomatie.

Diplomatie aber setzt Vertrauen und gegenseitigen Respekt voraus. Daran mangelt es aber schon seit Jahren, denn der Westen hat sein Vertrauen verspielt. Es bedarf somit wirklich kompetenter Führer, dieses Vertrauen wieder aufbauen zu können. Das wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

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