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Traumtänzer

Freitag, den 2. Januar 2026

Realitätsferne verträumte Personen, auch als Fantasten oder Schwärmer bezeichnet, werden Traumtänzer genannt. Gleiches galt vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges auch für die Traumtänzer, die mit schlafwandlerischer Sicherheit sind in einen Krieg hineintanzten.

In seinem Buch "Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog" beschreibt der australische Historiker Christopher Clark minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und zeichnet akribisch das Bild einer komplexen Welt auf, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte.

Heute könnten solche Traumtänzer wieder unterwegs sein.

Warum?

Im Dezember 2025 trafen sich in Berlien eine Vielzahl europäischer Spitzentraumtänzer, um dort über die Zukunft der Ukraine zu beraten, die sich bekanntermaßen seit 4 Jahren im Krieg mit Russland befindet. Im Zentrum dieser Erörterungen standen Überlegungen, wie es gelingen kann, den Krieg nicht enden zu lassen.

In einer gemeinsamen Erklärung einigten sich die am Verhandlungstisch sitzenden europäischen Spitzen zu einer mehrere Punk umfassenden Erklärung, in der sie der Ukraine eine "multinationale Truppe" zusagten. Die gemeinsame Erklärung wurde von den Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Polens, Finnlands, Norwegens, Schwedens, der Niederlande sowie der Spitzen der EU-Institutionen befürwortet.

Aus dem Wortlaut der Erklärung:

Die Bereitstellung anhaltender und erheblicher Unterstützung für die Ukraine zum Aufbau ihrer Streitkräfte, die zu Friedenszeiten permanent eine Stärke von 800.000 Soldatinnen und Soldaten haben sollten, um die Abschreckung von Konflikten und die Verteidigung des Hoheitsgebiets der Ukraine zu ermöglichen.

Die Verhandler scheinen vergessen zu haben, dass die Armeen von Deutschland, Italien, Frankreich und England, wenn man sie zusammenzählt, nicht einmal die Anzahl von 700.000 Soldatinnen und Soldaten erreichen.

184.330 Deutschland
200.000 Frankreich
171.200 Italien
138.100 England

Wie soll das in der Ukraine möglich sein?

Das ukrainische Volk soll nach Schätzungen Ende 2025 gut 40 Millionen Einwohner umfassen. Wie soll es solch einem kleinen Volk möglich sein, so viele Soldatinnen und Soldaten vorzuhalten?

Das ist eine Frage, auf die es keine Antwort gibt, zumal es sich die Ukraine gar nicht leisten kann, junge Männer im wehrfähigen Alter in solch einer hohen Anzahl zum Wehrdienst zu verpflichten, denn auch der Ukraine droht eine Überalterung, insbesondere auch deshalb, weil die Anzahl der Geburten rückläufig ist.

Statista.de vom 12.8.2024: Der Bevölkerungsanteil in der Ukraine beträgt in der Altersklasse zwischen 0 und 14 Jahre im Jahr 2023 geschätzt rund 14,30 Prozent, rund 67,15 Prozent zwischen 15 und 64 Jahre und rund 18,56 Prozent in der Altersklasse 65 Jahre und älter.

Und was die Kosten anbelangt, um eine Armee von 800.000 Soldatinnen und Soldaten vorhalten zu können? Dafür werden finanzielle Aufwände notwendig werden, die sich nur noch durch Sondervermögen - also auf Schuldenbasis - finanzieren lassen, für die irgendjemand wird haften müssen, wenn die Blase platzen sollte.

Was die Traumtänzer auch nicht zur Kenntnis nehmen wollen:

Dieser Krieg spiegelt nicht mehr den Willen des ukrainischen Volkes wider, zumal etwa vier Fünftel der Ukrainer Frieden will. Stattdessen werden Männer aus den Straßen und ihren Häusern gezerrt, geschlagen, in Uniformen gezwungen und völlig unvorbereitet an die Front geschickt. Ihre Überlebensdauer beträgt nach ihrer Ankunft an der Front etwa 5 Stunden. Die Anzahl der Dissertationen nimmt ebenfalls stark zu und auch die Ausreise von jungen Männern im wehrfähigen Alter in die europäischen Staaten, die Schutz bieten können, steigt rapide an.
Wenn ein Staat seine eigenen Bürger entführen muss, um einen Krieg zu führen, so die hier vertretene Auffassung, hat er die letzte moralische Linie überschritten: Er verteidigt dann keine Nation mehr, sondern das Vermögen und die Karrieren von Eliten, die es sowohl in der Ukraine als auch in anderen EU-Saaten gibt, die aber - im Gegensatz zu den Frontsoldaten - niemals bluten, niemals kämpfen und auch niemals für den Ruin verantworten gemacht werden, den sie hinterlassen. 

Es dürfte wieder an der Zeit sein, sich an die Antrittsrede "Chance for Peace"  des 34. Präsidenten der USA, Dwight D. Eisenhower (1890-1969) zu erinnern, die er am 16. April 1953 hielt:

Dwight Eisenhower: Jede Waffe, die gemacht wird, jedes Kriegsschiff, das gestartet wird und jede abgefeuerte Rakete bedeutet im letzten Sinne einen Diebstahl von denen, die hungern und nicht ernährt werden, von denen, die kalt sind und nicht bekleidet sind.
Und:
Krieg ist zu einem riesigen Geldverdienen geworden, und die US-Regierung mit ihrem riesigen Militärimperium ist einer seiner besten Käufer und Verkäufer.

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